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Keliki Tour Pujung-Keliki-Tour

 

Geführte Wanderung ( 25 Euro pro Person* ) Von Pujung über Reisterrassen, herrliche Landschaften, durch zwei Schluchten. Wir laufen auch einige Zeit in einem Fluss sungai WOS, erfrischen uns im kühlen Nass und erfreuen uns an der unvergleichlichen tropischen Natur.

Auf halbem Wege halten wir Einkehr bei Pak Dolit, einem bekannten Maler und Freund von uns, der uns mit Ginger Tee und Balinesischen Snacks bewirtet und sehr oft diese Wanderung auch selbst führt.

Ueber eine zweite Schlucht die wir noch bewältigen müssen erreichen wir unsere Villa-Orchid-Bali wieder. Hier erwarten uns Getränke und eine Spezialität des Hauses, sowie den lang ersehnten Pool zum abkühlen und entspannen. Dauer : ca. 5 - 6 Stunden, abhängig von den Plaudereien unterwegs.

*Wir helfen mit diesem Betrag Kindern von einigen Familien, die sonst keine Möglichkeit haben Schule und Ausbildung zu bezahlen, sowie Lehrmittel zur Verfügung zu stellen.
 

Verbrennungsplatz nahe Keliki
Verbrennungsplatz nahe Keliki

Diese Wanderung ist eigentlich ein "MUSS" um Bali wirklich zu entdecken und um etwas tiefer in das Land, die Kultur, den Reisanbau und in das einfache Leben der balinesischen Bauern (petani) einzutauchen. Aber auch um die fantastische Landschaften abseits der touristischen Wege kennen zu lernen,... um das wahre Bali zu erleben.

Von der Villa-Orchid-Bali fahren wir zuerst zu unserem Ausgangspunkt nach Pujung, besichtigen dort die herrlichen Reisterrassen die sich eng an den Hang schmiegend und schlängelnd sich der natürlichen Form des engen Tals anpassen. Ein ästhetischer Anblick dieser seit über 600 Jahren erhaltenen Terrassen und Arrigationssysteme.
 


Reisterrassen bei Ujung, Tegallalang


Idylischer Blick, Ujung
 

Eine gute Stunde laufen wir gemütlich auf den schmalen Dämmen zwischen den Reisterrassen entlang, erleben die Reisbauern bei Ihrer Arbeit und erfahren viel über den Reisanbau in Bali. Wir passieren größere Tempelanlagen der Subak. Diese Gemeinschaft der jeder Reisbauer angehören muss, pflegt und erneuert die Wassersysteme. Die Tempel sind der Reisgöttin Sri gewidmet. Ihr wird in diesen Tempeln für eine gute Ernte geopfert. Wir entdecken Vanilleplantagen, Nelken-, Durian-, Rambutan- und Sirsakbaeume, Kakao und Kaffee, ja die ganze Vielfalt an Natur die Bali zu bieten hat.
 

Jetzt erreichen wir eine Schlucht in die wir hinabsteigen oder besser hinabklettern, bis wir an einen Fluss (sungai WOS) gelangen der sich in dieses enge Tal eingegraben hat. Wir laufen ein Stück im Fluss, der sich tief durch die Schlucht windet. Wir empfinden wohltuend die Kühlung des Wassers in dem wir waten und die steilen grün-überwucherten Bergwände spenden uns Schatten, lassen uns erfrischend auf- und durchatmen und die erhitzten Körper wieder auf Normaltemperatur bringen. Rechts und links ragen steile farnbewachsene Felswände nach oben.
 


Der Fluss Wos wird zu unserem  Weg

Wasser ergießt sich über die tropischen Farne und rauscht hier und dort in kleinen Wasserfällen in den Fluss. Meistens reicht uns das Wasser nur knapp über das Knie, wir gehen deshalb langsam und haben Zeit die vielen Schmetterlinge, Zitronenfalter und die Schönheiten der Natur zu bewundern. Endlich finden wir eine Stelle an der wir den Fluss wieder verlassen können um bald darauf, von weit oben, einen eindrucksvollen Blick auf den Fluss zu genießen, der sich durch dieses üppig-grüne Panorama schlängelt.
 


Einstieg in das nasse Element


Sturzbäche ergiessen sich in den sungai Wos
 


Wir kommen gut voran


Freude über die kuehle Abwechslung

Nach gut 1 1/2 oder 2 Stunden kommen wir in Kiliki an, laufen über einen Verbrennungsplatz
(Kremation/kuburan) und besuchen 15 Minuten später Pak Dolit und seine kleine Malschule. Bedürftige Kinder, die Ihr Geld für die Schule nicht aufbringen können werden hier in die Kunst des Malens, der Kiliki Schule einweiht, um Ihnen nicht nur Fertigkeit und Geschick sondern auch Unterstützung zuteil werden zu lassen. Er unterhält in seinem Balinesischen Gehöft eine kleine Galerie mit seinen Gemälden, die zu günstigen Preisen erworben werden können. Wenn ein Bild gefällt, ist es ein nettes Andenken an einen erlebnisreichen Baliurlaub oder vielleicht ein nettes Geschenk für die Zuhausegebliebenen.
 

Malschule Pak Dolit in Keliki
Malschule Pak Dolit in Keliki

Malschule Pak Dolit in Keliki
Nach der Schule wird das Malen erlernt
 

Malende Kinder bei Pak Dolit
Die Kinder sind vertieft in Ihre Arbeit


Konzentration und eine ruhige Hand bringt Erfolg

Pak Dolit ist ein anerkannter und Maler der "Keliki- Schule"! Die Bilder dieser Gegend zeigen meistens Szenen aus der Mythologie des Ramayana, dem Kampf zwischen Gut und Böse. Die großen Gegenspieler dabei stellen der Barong und die Hexe Rangda dar. Aber auch Pflanzen, Vögel und die Natur allgemein, spielen in künstlerischer Hinsicht eine große Rolle in Keliki.


Pak Dolit zeigt seine Arbeit

alle malen und basteln für Ihren Lebensunterhalt Pak Dolit's Mutter bei Flechtarbeiten alle malen und basteln für Ihren Lebensunterhalt

35 Familienmitglieder leben in diesem balinesischem Gehöft
und alle malen, basteln und fabrizieren etwas für Ihren Lebensunterhalt.

Begegnungen machen die Wanderung kurzweilig
Begegnungen machen die Wanderung kurzweilig

Inmitten seines traditionellem balinesichem Gehöftes, unter einer mit Alang-Alang Gras gedeckten Hütte, hat Dolit einen langen, einfachen Holztisch und grobe Bänke aufgestellt. Nach Schulschluss strömen täglich 10 bis 15 Kinder im Alter zwischen 7 und 9 Jahre zu ihm, um unter seiner Anleitung in die Kunst des Malens eingewiesen zu werden. Diese Kinder hätten sonst keine andere Möglichkeit eine Ausbildung zu bekommen, um damit eine spätere Erwerbstätigkeit für sich und ihre Familien auszuüben.

Es ist sein soziales Gewissen das Pak Dolit zum Helfen veranlasst hat, denn er kennt zu genau die Not und Probleme eines Teils der Bevölkerung in Bali. Oft bleibt dem Balitourist in seinem fünf Sterne -Hotel abgeschottet verborgen, welche Armut und welcher Hunger außerhalb seiner Luxus - Atmosphäre noch vorherrscht.

 35 Familienmitglieder leben in diesem balinesischem Gehöft und alle malen, basteln und stellen Kunsthandwerk für Ihren Lebensunterhalt her.
 

Pak Dolit hat immer eine Tasse Kaffee / Ginger Tee oder Früchte für uns, aber auch wohlschmeckende balinesische Snacks, kunstvoll in natürliche Palm- oder Bananen- Blätter versteckt. Ein Plausch mit den Bauern auf den Reisfeldern oder mit heimkehrenden Bäuerinnen macht unsere weitere Wanderung kurzweilig. Überall gibt es etwas zu entdecken. Vieles kennt man nur dem Namen nach, aber hier kann man es selbst sehen, schmecken und betasten.

heimkehrende Bäuerin
Heimkehrende Bäuerin

Reisbauer mit Viehfutter
Reisbauer mit Viehfutter

Pfeffer- und Vanille- Ranken, Ketela-Pohon eine Kartoffelart und gleichzeitig ein tolles Gemüse mit seine jungen Blättern oder Ketela-Rambat, eine Kartoffelfrucht die überall in Bali angebaut wird.

Nicht nur weil diese Erdfrucht vermischt mit Reis sehr gut schmeckt, sondern man spart an Reis, der auch in Asien immer teurer wird. Die jungen Blätter kommen in den Kochtopf und ohne die älteren Blätter wird kein balinesisches Schwein fett.

Abends laufen riesige Bündel dieses Krautes heimwärts. Darunter versteckt befinden sich die vom Felde heimkehrenden Bauern und Bäuerinnen, von denen man nur noch die müden, schmutzigen Füße ausmacht.

Wir erkennen neben Teak-, Nangka-, Durian-, Rambutan- auch Sirsak- Bäume, deren Früchte einen köstlichen, süß-saurer Saft ergeben. Uns fallen einige hohe Palmen auf, aus deren angeschnittenen Blüten in großer Höhe der Tuak in Eimer tropft, - ein köstliches Getränk, - unserem neuen Wein in seinem sich mit der Zeit ändernden Geschmack und Alkoholgehalt vergleichbar. Die Bauern gelangen zu diesen Gefäßen über eine einstämmige Bambusleiter, die zu erklimmen Geschicklichkeit und Kraft erfordert.  

Der erfrischende Inhalt einer Kokosnuss, geschlürft direkt aus dem "Naturgefäß" macht alle wieder putzmunter für unsere weitere Entdeckungsreise.

Mitten im "Dschungel" passieren wir eine kleine, armselige Hütte, in der ein älteres Ehepaar haust. Über einem Holzfeuer kocht die alte Frau aus Kopra (Kokosnuss) ein graues öl und füllt dieses in Plastikflaschen zum Verkauf ab. In der Hütte - keine 5qm groß und gleichzeitig auch Schlafstätte - zieht der stinkende Rauch durch das mit Alang-Alang-Gras gedeckte Dach ins Freie.

Gerhard mit frischem Kokosnuss-Trunk
Gerhard mit frischem Kokosnuss-Trunk

Brücke über eine Schlucht
Unsere Brücke über die Schlucht hält immer noch

Jetzt steigen wir hinab in eine weitere Schlucht und hören bereits das Plätschern eines Flusses und das Rauschen einer eingefassten Quelle aus der die alte Frau gewöhnlich das Wasser in einen Plastikeimer füllt und auf dem Kopf steil nach oben zur Hütte balanciert. Wo die Felsen keine natürliche, abenteuerliche Treppe bilden, wurden ungleichmäßige Stufen in den festen Lehm gehauen.

Spätestens jetzt läuft in Strömen der Schweiss und die subtropisch-feuchte Luft nimmt einem den Atem. Wir blicken in eine grüne, tropfende Schlucht, voll mit Geräuschen die uns fremd sind. Ganz unten erspähen wir eine kleine Holzbrücke, die uns wie notdürftig repariert erscheint. Ob sie wohl hält? Ja! ... Sie hat bisher immer gehalten.
 

Der Aufstieg wird uns nochmals herausfordern. Wir hangeln uns die ungleichmäßigen Lehmstufen empor und können kaum mehr die Knie durchdrücken um den nächsten Absatz zu erreichen. Aber wir werden oben angekommen belohnt. Ein kühler kleiner Fluss empfängt uns nach diesem etwas steilen Aufstieg, der uns von nun an bis zur Villa Orchid begleitet.. Er ist ein Teil des Bewässerungssystems, der frisches Wasser vom Berg mitführt. Die dampfenden Schuhe sind schnell abgestreift und unsere "Kneippkur à la Bali" erfrischt Körper und Geist. Nun ist es fast geschafft!

ein geflutetes Reisfeld wird umgepflügt
Ein geflutetes Reisfeld wird umgepflügt

Wir folgen dem Fluss, der ab und zu wieder einen Teil seines Wassers in kleinere Kanäle abgibt, um die umliegenden Reisfelder zu versorgen. Mit frohem Schritt, - es geht jetzt stetig leicht abwärts, - genießen wir die tropische Landschaft, die freundlichen Menschen, denen wir begegnen, und nehmen die Geräusche und Düfte auf, die uns bis zu unseremZiel,
der Villa Orchid Bali, umgeben.
 

typische Reisfelder Landschaften mit einem "Sanggah" während der Keliki Tour
Typische Reisfeld . Landschaften mit einem "Sanggah" während der Keliki Tour

Die Tour endet hier in der Villa Orchid Bali mit einem Snack im Bale Benong (oft zaubert auch Yuni unsere berühmte Thunfischsuppe mit gewuerzten Knoblauchbrot auf den Tisch) sowie frischem Fruchtsäften. Im Pool bekommen die müden Knochen Ihre lang erwartete Abkühlung und der erhitzte Körper erfrischt und entspannt sich dabei schnell. Nur noch das Erlebnis der Wanderung klingt nach.

Wer noch genügend Kraft und Ausdauer hat kann die Wanderung durch Kelabang Muding - unser Nachbardorf - fortsetzen und dann weiter durch die Reisterrasse bis nach Ubud wandern. Es ist ein schöner nicht schwieriger Weg, der leicht bergab fällt und diese letzte Wegstrecke locker ausklingen lässt. Aber besser man nimmt sich diesen Weg von Villa Orchid nach Ubud für den nächsten Morgen vor. Mitten in den Reisfeldern ist eine Einkehr im Sari Organic möglich, an dem unser Weg vorbeiführt.

In Ubud angekommen ist eine Einkehr in Murnis Warung keine schlechte Idee. Mit einem erfrischenden Mango-Lassi sind schnell die Lebenskräfte wieder aufgeladen und der Anblick von der unteren Terrasse dieses Restaurants auf den Fluss tief nach unten, lässt uns das echte Bali nochmals so richtig vor Augen führen und genießen.

Ist das Gelände nass, aber doch begehbar würden uns junge Männer aus Abangan begleiten um unterstützend mal da und dort einzugreifen, einfach Hilfe anbieten, sollten einige Reisterrassen etwas zu hoch und die Erde zu glitschig sein. Hat es einen Tag vorher stark geregnet ist der 2. Teil der Wanderung durch die Schlucht nicht durchführbar. Es wäre zu gefährlich, die Verletzungsgefahr zu groß,.... nichts für einen Bali-Urlaub der uns Freude und Erbauung, neue Eindrücke und Erlebnisse einer anderen Kultur nahe bringen soll. Hier könnte man einen besser befestigten Weg von Kiliki über Sebali, dann weiter auf einem Höhenweg nach Ubud marschieren, ebenfalls von Reisfeldern und ursprünglichem balinesischen Leben umgeben
 

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