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Sumatra-Bukit Lawang

Der Besuch meiner Schwester Uta, mit Freunden im Dezember und Januar 2010 zu uns nach Bali zu kommen war bereits seit langem geplant, so dass wir genügend Zeit hatten einige interessante Tagestouren innerhalb Bali's für sie und ihre Freunde aus- zuarbeiten. Um alles etwas interessanter und abwechslungsreicher zu gestalten wurden noch zwei einwöchige Kurzreisen nach Nord - Sumatra und nach Flores (Komodo und Rinca) mit eingeplant. Beide dieser Reiseziele beherbergen noch eine einzigartige vom Aussterben bedrohte Tierwelt. In Sumatra im dichten Urwald des ueber1500 Hektar großen Leuser Nationalparks, leben noch ca. 5000 Orang Utans in freier Wildbahn in diesem dichten Regenwald. Dort befindet sich auch eine Rehabilitations-Station für diese Tiere, die entweder aus einer langen Zeit der Gefangenschaft oder aus dem illegalem Tierhandel kommend, wieder auf ein selbstständiges Leben in der Wildnis vorbereitet werden. In Komodo und Rinca sind es die Urechsen , die Komodowarane, die hier noch überleben konnten und sich hauptsächlich auf diesen beiden trostlosen Inseln in einem heißem Klima wohlfühlen.

Bukit Lawang, - der Berg oder das Tor zum Urwald - liegt ca. 100 km nördlich von Medan am Bohorok - River, einem klaren, schnellen Dschungelfluss an dessen Ufern sich kleine Restaurants, Losmen und einfache Bungalow - Anlagen reihen. An Wochenenden ist Bukit Lawang beliebter Ausflugs- und Erholungsort für Familien aus Medan, die dem stinkigen und lärmenden Moloch entfliehen wollen; wenn es auch nur für einen Tag ist. Der Flug von Denpasar mit Air Asia nach Jakarta verlief problemlos, nur das fünf stündige Warten auf den Flieger nach Medan war etwas ermüdend. Abgeholt wurden wir vom Inhaber des Garden Inn, Pak Fadill, Boss eines einfachen von uns vorgebuchten rustikales Restaurants, mit angeschlossenen Bungalows:  www.bukitlawang-gardeninn.com,  e-mail: fadill36@gmail.com
Hp. 0813 968 43 235 oder 0812 635 56 285
 


Ihr scheint es zu schmecken
 

Nach 3 Stunden Fahrt konnten wir unser sparsames Gepäck endlich schultern, um auf schmalen Pfaden entlang des Bohorok - Flusses unserer Unterkunft zu erreichen. Die Landschaft wirkte schon gewaltig auf uns. Der klare, manchmal auch reißende Bohorok River wird von beiden Seiten von steil aufragendem dichtem Regenwald eingerahmt, der undurchdringlich erscheint. Alle von uns waren sich einig, dass wir die Orang Utans nicht nur von der Plattform der Rehabilitation - Station aus sehen und beobachten wollten. In freier Wildbahn im Dschungel, verbunden mit einer Übernachtung im Zelt, das war sicher das geeignete und wildnisgerechte Abenteuer um den Regenwald, mit seine Fauna und Flora hautnah zu erleben. Bang Fadill stellte uns seinen Guide Bang Bucur zur Verfügung, der in aller Kürze sein bewährtes Team von zwei Trägern Bang Putra und Bang Indra sowie Bang Tiar als Koch engagierte. Am nächsten Tag nach dem Frühstück standen wir gestärkt bereit, um uns in unser Trekkingabenteuer zu stuerzen. Zu fünft, ... Uta mit ihren Freunden Michelle und Peter, sowie Gerhard und Yuni, plus unserer Mannschaft, alle mit Rucksäcken schwer bepackt, brachen wir auf. Zunächst marschierten wir flussaufwärts, bis wir auf der gegenüber liegenden Seite die Orang Utan Reha Station sahen und uns von einem Einbaum oder auch Raft (dug out canoe) über den Fluss bringen ließen. Diese kleinen Boote sind an einem über den Fluss gespannten Seil befestigt und werden nur durch die Strömung und durch Steuerung mit dem Ruder an das andere Ufer getrieben.

Von jetzt an folgten wir einem steilen Dschungeltrail der uns schon nach kurzer Zeit den Schweiß aus allen Poren trieb. Wir merkten alle sofort, das wird kein Spaziergang und auch keine normale Wanderung, es ging wirklich ans Eingemachte. Stolpernd, kletternd, strauchelnd und manchmal kriechend stiegen und hangelten wir langsam vorwärts, immer nach oben, bis wir endlich eine Höhe von 1000 Meter erreicht hatten und hier eine erste kleine Rast einlegten.
 


Neugieriger Blick auf unser Zelt


Affenschaukel
 

Wir waren inzwischen wieder aufgebrochen, als plötzlich Unruhe aufkam. Bucur unser Führer hatte als erster eine Orang Utan Frau mit Baby entdeckt. Das ist Minna ! rief er uns zu, .. eine alte Bekannte von der Reha Station; aber Achtung ! sie ist aggressiv und gefährlich. Geht nicht zu nahe ran ! ...dies war seine Warnung an uns. Das hatten wir auch nicht vor, obwohl jeder von uns noch schnell ein Foto schießen wollte. Eher drängten wir nun eilig zurück, als dieser rothaarige, wuchtige Urwaldaffe sich von Baum zu Baum immer näher auf uns zu bewegte. Wahrscheinlich hatte dieses Orang Utan Weibchen irgendwann einmal schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht, denn eine große Narbe verunzierte seine Stirn und einer ihrer Finger schien auch zu fehlen. Der Eindruck auf uns war Respekt einflößend und imponierend anzuschauen, wie sich dieser Urwaldbewohner bedachtsam und sicher im dichten, grün-schwankendem Urwald - Labyrinth, im Baum- und Lianen - Dickicht fortbewegte.

Unsere Gangart in diesem ungewohnten Umfeld verlief nicht so elegant, zügig und trittsicher, wir kamen zwar langsam, aber ebenfalls vorwärts. Nach weiteren zwei Stunden rasteten wir erneut - zu unserer aller Freude - an einem ziemlich finsterem Dschungelbach in dem sich einige ungewohnt flache, wie Flundern aussehende Schildkröten gegenseitig bekämpften. Nur spaerlich blitzten einige Sonnenstrahlen durch diese Wildnis. Gerhard streifte sich einige Blutegel von den Beinen, bevor wir alle unseren -Bungus- den mitgeführten Reise- Proviant, mit Reis, Gemüse und etwas Hühnchen in Empfang nahmen und hungrig aus dem Papier schälten. Den Nachtisch hielt Bang Putra zwischen seinen Füßen; einige Ananas schnitt er gekonnt in handtellergroße saftige Scheiben die er uns zielsicher zu warf.
 


Affen-Kunststücke über dem Küchenzelt


Die Kunststücke finden Interesse
 

Die ersten Schritte fielen uns nicht leicht. Die üppige Mahlzeit zerrte noch etwas an unserer Kondition bis wir endlich unseren Rhythmus wieder fanden. Wir mussten ja noch vor Einbruch der Dunkelheit eine Stelle am Bohorok – River erreichen, an dem unser Zelt und die Kochstelle eingerichtet werden sollte. Ein kurzer Halt war zwischendurch immer möglich und willkommen, besonders wenn uns Bang Bucur auf etwas Interessantes aufmerksam machen konnte. Kleine, kunstvoll geformte Röhrchen die aus dem Boden ragten, stellten sich als die Ein- und Ausflugslöcher von Honigbienen heraus die ihre Nester tief in die Erde eingegraben hatten. Würmer schaufelten quittengelb gefärbte Erde aus dem Boden, die sich zu auffallend niedlichen Türmchen bildete. Unscheinbare Gewächse, Blätter und Blüten, erkannte Bang Bucur als Heilpflanzen, die heute noch von der Bevölkerung als Medizin gegen unzählige Krankheiten genutzt werden, während die Pharma-Industrie immer noch nach weiteren Heilpflanzen zur medizinischen Verwertung im Dschungel sucht. Vom Chininbaum schabten wir etwas von dieser bitter schmeckende Rinde ab und versuchten uns immun zu machen gegen alle Unpässlichkeiten die noch kommen sollten. Der Glaube daran soll ja ebenso wichtig sein wie die Wirkung an sich.

Am späten Nachmittag, wir hatten einen supersteilen Abstieg, mehr rutschend, an Wurzeln haltend und klammernd überwunden, als wir unseren Übernachtungsplatz an einer Biegung des Bohorok Rivers, verschmutzt, abgekämpft und müde erreichten. Unser Schlafplatz war schnell aufgebaut, einige Holzstangen mit Plastikplanen abgedeckt und schon war das provisorische Zelt bewohnbar. Ebenso fix wurde eine Kochstelle in gleicherweise überdacht, denn mit einem Regenschauer war immer zu rechnen. Bang Tiar, unser Koch war ab sofort in seinem Element. Während wir faulenzend herumlagen und unsere Wunden leckten, später dann den Bohorok River näher in Augenschein nahmen, brannte schon das Holzfeuer und das Essen war aufgesetzt.
 


Mit einem Raft über den Bohorok River


Uta & Michelle ziehen sich über den Fluss
 

Die herrlichen Gerüche, die unser Meisterkoch aus seinem Topf hervor zauberte, lockte indessen ein Orang Utan Weibchen mit Jungen immer näher an unseren Platz. Zuerst noch weit oben in den Wipfeln herumhängend, zusammengerollt wie eine rote Kugel, manövrierte sie sich dann langsam aber sicher, mit weit ausgestreckten Armen und Beinen nach Lianen und Ästen greifend, immer mehr nach unten, wo wir unsere Früchte abgelegt hatten. Für uns war es ein unerwartetes und kurzweiliges Erlebnis, dieses Tier in aller Nähe zu beobachten und hatten aber später noch alle Mühe, mit brennenden Holzscheiden, weniger unseren Kochtopf als die mitgeführten Bananen zu verteidigen.

Doch in einem Moment der Unaufmerksamkeit klaute sie uns doch noch unseren Bananenvorrat, und beobachtete uns fortan von weit oben in einer Baumkrone hängend, bis zum nächsten Morgen. Der Verlust unserer Nachspeise war schnell vergessen, als Bang Tiar seine dampfenden Töpfe öffnete und sich der Urwald für kurze Zeit in unsere kleine kulinarische Oase verwandelte. Im Kerzenschein dinierten wir aus unseren Plastikschüsselchen herzhaften Reis mit pikantem Hühnchen - Curry und köstlichem Gemüse. In eben diesem Moment empfanden wir dieses Abendessen als einen Festschmaus, ... als etwas ganz Besonderes.

Bang Tiar musste schon früh aufgestanden sein. Entweder war ihm die harte Schlafstelle zu unbequem geworden oder der nächtliche Regenguss hatte etwas zu heftig und zu nass durch die Plane geschlagen. Das Kaffeewasser war jedenfalls bereits heiß und auf einer zweiten Pfanne rösteten langsam Brotscheiben ihrem hellbraunem Teint entgegen, zum idealen Morgen -Toast. Damit wir auch die Strapazen des zweiten Tages mutig und gekräftigt bewältigen können, bot sich nichts besseres an, als Tiar's kraftvolle, dicke und nachhaltig wirkende Nudelsuppe, bei der man immer beim Rühren das Gefühl hatte, den Löffel abzubrechen. Es liegt in der Substanz dieser Suppe, dass sich sehr schnell eine fulminante und stabile Sättigung einstellt.
 


Romantisches Abendmahl im Zelt
 

Da wir alle schon früh wach wurden, genossen wir den frischen Morgen und die aufgehende Sonne, deren wärmende Strahlen das enge Flusstal noch nicht direkt bescheinen konnten. Schreiend überflogen die großen Hornbills mit ihren geschwungenen langen Schnäbeln das Flusstal und verschwanden im dichten Buschwerk des Regenwaldes. Es erscheint wirklich ein Wunder, was uns eine intakte Natur zu bieten vermag, uns innerlich bewegt und zum ehrlichen Erstaunen befähigt.

Mit einem erfrischenden Bad im Bohorok - River wuschen wir uns nicht nur den Schlaf aus den Augen, sondern den restlichen Schmutz vom Vortage gleich mit. Gerhard inspizierte zwischenzeitlich seine strapazierten Klamotten und Schuhe etwas näher auf ihren aktuellen Zustand und auf etwaige weitere Gebrauchsfähigkeit. Peter saß wie so oft, weit über seinem kleinen Büchlein gebeugt, in dem er mehrfach am Tage "unvergessliches" in Kleinstschrift verfasste, niederschrieb und für die Ewigkeit festhielt. Michelle, immer wie aus dem Ei gepellt, ondulierte und fixierte bedachtsam ihre Haare in einer Art "blow up Style" direkt nach oben, und verdammte sie damit zur absolutistischen, aber adretten Bewegungslosigkeit. Yuni wiederum hatte alle Hände voll zu tun,  für Gerhard den Kaffeenachschub zu sichern und ihm darüber hinaus allerlei heilsame und wohltuende Fürsorge angedeihen zu lassen. Uta genoss an diesem Morgen sichtlich ihre wieder hergestellte Kondition und betrachtete diese Trekking - Tour wahrscheinlich als Auftakt für umfassendere Unternehmungen.
 


Morgenstimmung am Bohorok River
 

Langsam wurde zum Abmarsch geblasen und nach perfekter Reinigung unseres Lagers ging es sofort richtig los ! ..... und zwar steil nach oben ! Wirklich steil ! Baumwurzeln sind nicht nur für die Bäume wichtig; zum Hochziehen geschundener Körper sind sie unerlässlich. Berge fühlen sich hier doppelt so hoch an wie sie wirklich sind; sie bringen Beine zum Zittern, Lungen zum Bersten und genau definierte Ziele werden zu verschwommenen, nebelhaften Visionen. Das Missgeschick trotz Führers vom Weg abzukommen und einen dieser Monsterberge "doppelt"  zu machen, armdicke Lianen zu umklettern, die wie von Monsterhänden eines Super-Riesen zu Spiralen gedreht und wie ausgewrungen am Boden entlang schleichen und sich in die Höhe schieben, alles umschlingend, das war nicht eingeplant gewesen. Als wir aber nach Stunden, noch rechtzeitig vor Sonnenuntergang wieder unseren Bohorok - River sahen, wussten wir, es ist nun geschafft und das kleine Malheur war vergessen. Nur noch die Überquerung des Flusses mit einer wenig vertrauensvoll aussehenden Sitzgondel lag noch vor uns. 2 Personen konnten von einem Podest aus einsteigen und sich selbst an einem Seil an die andere Uferseite ziehen. Es sah gewagter aus als es dann wirklich war. Aber Erleichterung war zu spüren, als wir wieder festen Boden unter den Füßen hatten. Nach kurzer Zeit erreichten wir unter großem Hallo wieder unsere kleine Anlage, das Garden Inn und die Zivilisation.

Für einen der nächsten Tage planten wir eine Fahrt nach Tangkahan, eine Strecke die nur mit einem Allradfahrzeug zu bewältigen ist. Die 3 stündige holprige und äußerst unbequeme Fahrt zu diesem Dschungeldorf, ebenfalls wie Bukit Lawang ein "Tor" zum Urwald, zeigt die andere Seite , - die kommerzielle Seite - dieses Gegend. So weit das Auge reicht hat man hier den Dschungel abgebrannt und abgeholzt und die Landschaft zur einer Monokultur der Ölpalme verkommerzialisiert.
 


Eine holprige Fahrt nach Tangkahan


 Abgeholzter Regenwald so weit das Auge reicht
 

Auch in Tangkahan hat man die Möglichkeit Trekking Touren zu unternehmen und in den Leuser Nationalpark einzudringen. Interessant ist ein Besuch eines Elefanten - Reha - Centers. 7 Elefanten gehören zu einem ECO - Projekt am Kualsa Buluh River das ca. 1800 Hektar umfasst und mithilft Fauna und Flora zu schützen. Man schützt den Regenwald mit Hilfe der patrouillierenden PHPA-Ranger, die illegales Abholzen bekämpfen. Die Bevölkerung lebt im kleineren Stil vom Anbau- und Bearbeiten von Gummi- und Kakaobäumen und ist eingebunden in dieses ECO - Projekt.

In Tangkahan überquert man mit einem Raft den Kualsa Buluh River und erreicht die Dschungel Lodge von Alex mit seiner deutschen Frau Sylvia. Die Lodge thront erhaben über einer Biegung des Buluh River, von deren geräumigem Terrassenrestaurant sich ein eindrucksvoller Blick auf den Fluss und das dichte, undurchdringliche Grün des Dschungels eröffnet. Treppen führen hinab zum Fluss der zum Baden im frischen Wasser einlädt. Schwimmt man zum gegenüber liegenden Ufer, das leicht zu erreichen ist, kann man sich in einer heißen Quelle aalen, deren Wasser sich aus einer Höhlen - Badewanne in den Buluh River ergießt. Man genießt dabei ein kostenfreies Spa - Gefühl in einer sagenhaften , ja traumhaften Umgebung, wie es vielleicht nur 5 Sterne Resorts in Bali bieten können. (Dschungel Lodge, Tangkahan, +62(0)813 7633 4787) Zu empfehlen ist auch die Mega Lodge mit netten Bungalows und einer guten Küche, aber ohne diesen fantastischen Blick in die Urwald-Fluss-Landschaft. (Mega Lodge, Tangkahan, +62(0)813 7021 1009)
 


Nach der Arbeit tut die Pflege gut
 

Schwieriger gestaltete sich die Rückfahrt nach Bukit Lawang. Zwischenzeitlich musste es schwer geregnet haben, denn die aus tiefen , ausgefahrenen Kratern bestehende Piste war fast unbefahrbar geworden. Langsam quälte sich das Allrad - Fahrzeug schlitternd durch Matsch und Geröll, bis wir spät in der Nacht, total durchgerüttelt und durchgeschüttelt ankamen. Freitags ist Markttag in Bukit Lawang. Menschen aus der näheren und weiteren Umgebung strömen herbei. Emsig wird gefeilscht in mitten diesem quirligen Treiben. Fremdartige Gerüchen überlagern den Markt.

Eine Vielzahl von Früchten, Gemüse und Gewürzen riechen und leuchten mit intensiven Farben aus Körben, Schüsseln und ausgelegten Plastikplanen hervor. Dadar, eine Spezialität der Gegend ist überall zu haben. Ein giftgrüner Pfannkuchen (daun suji) naturgefärbt mit einem Extrakt aus Dschungel Blätter, gekocht mit Palmzucker und Kokosnuss. Zur schmackhaften Abrundung des ganzen ist ein Dschungel Tee das richtige, muntermachende Gebräu für Gaumen und Magen. Eine Kräutermischung (wedang) oft ungefiltert mit schwimmenden Inhalt angeboten, wie  Sternanis, Zimt, ein Bündel Kräuterblätter, Muskat, indonesischer Kadamon  und eine Menge Ingwer, alles mit Palmzucker gesüßt. Diesem Trank wird nachgesagt, das Blut zu stimulieren und neue Lebenskräfte hervorzulocken.
 


Dschungel Lodge in Tangkahan


Yuni und Uta winken nach dem Raft über den Buluh River

 

Den Gummi Markt hat man aus gutem Grunde weit abseits des normalen Basars gelegt. Die Gerüche dieses Produktes sind intensiv beizend, nichts für empfindliche Nasen. Zusammengepresst in rechteckige Pakete geformt werden sie angeliefert, gewogen und weiterverkauft. Oft lagern die kleinen Kokosnussschalen große Klumpen lange im Wasserbad bei den Kleinbauern, bis der Gummipreis akzeptabel geworden ist und sich ein Verkauf für sie etwas wirtschaftlicher gestaltet. Am frühen nächsten Morgen, unserem Abreisetag, weckten uns eine Horde frecher Macaque - Affen, die sich heute unseren Balkon als Tummelplatz auserkoren hatten. Enttäuscht, da nichts Essbares zu finden war, zogen sie kreischend weiter zu Uta's Terrasse im Nebenhaus und bescherten ihr mit ihrem Gerangel, Mätzchen und affigen Allüren, ein hautnahes Spektakel und Naturerlebnis frei Haus.

Die Abreise fiel allen schwer, denn der Aufenthalt in dieser noch intakten Urwaldlandschaft und das Erlebnis mit der Tierwelt, hinterließ bei uns allen einen nachhaltigen Eindruck. Aber auch das unsichere Gefühl, wie lange noch diese grüne Urwald - Insel bestehen kann, beschlich uns immer wieder. Es wäre der Menschheit zu wünschen, wenn spätere Generationen unsere Abenteuer und Erfahrungen, noch in gleicher Weise erleben könnten.
 


Der Gummimarkt und Umschlagsplatz in Bukit Lawang
 
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