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MAHAKAM RIVER


                EINE "STOP UND GO" - REISE AUF DEM MAHAKAM - RIVER
                           VON SAMARINDA BIS NACH LONG BEGUN
                       800 km ins Landesinnere von Borneo (Ost- Kalimantan)

09.Januar 2014. Von Bali aus über Makassar/Sulawesi lande ich zusammen mit meiner Frau Yuni, am späten Nachmittag in Balikpapan, der mit 500.000 Einwohner größten Stadt der Provinz Ost-Kalimantan. Der neue imposante Flughafen zeugt ebenso wie die unzähligen Bautätigkeiten in der Stadt vom Wirtschaftsboom in dieser Region. Da kein direkter Anschlussflug zu unserem nächsten Ziel, nach Samarinda möglich war, mussten wir zwangsläufig die 170 km auf der Straße hinter uns bringen. Eine Busfahrt in Indonesien ist weder eine entspannende Exkursion noch ein beschauliches Vergnügen. Die Fahrweise wird überwiegend und sehr eigenwillig je nach Situation ausgelegt und angepasst, am wenigsten nach Verkehrsregeln. Erschwerend kommen noch die miserablen Straßenverhältnisse hinzu.
Ein "Zutreiber" hatte unsere Absicht sofort erkannt, dirigierte uns auf einen Parkplatz um einen wartenden Minibus nach Samarinda zu füllen. Nach und nach gesellten sich weitere sechs Indonesier zu uns, die sich noch in den Van zwischen uns einkeilten. Drei Stunden später, nach verwegener und beängstigender Fahrt fuhren wir bei strömendem Regen,- eine Bugwelle vor uns herschiebend,- durch die überfluteten "Wasserstraßen" Samarindas, direkt zum
"Cozy homestay", unserer Bleibe für vorerst zwei Nächte. Samarinda, mit ca. 400.000 Einwohner ist die Provinzhauptstadt von Ost Kalimantan. Es irritiert schon, dass man hier nur einen biederen Sekundär-Flughafen mitten in der Stadt unterhält, und deshalb der gesamte nationale und internationale Flugverkehr fast gänzlich über Balikpapan abgewickelt werden muss. Um nach Samarinda zu kommen ist der Reisende gezwungen sich für Stunden auf die Straße zu bemühen oder neu einzuchecken um mit einer kleinen Propeller Kiste weiter- zukommen. Oder, was Normalität ist, sich auf der Warteliste zu finden. Für morgen oder vielleicht übermorgen ?
 


Mahakam River mit Islamic Center


Islamic Center in Samarinda
 

Der nächste Tag. Mit dem Bemo und zu Fuß sahen wir uns in Samarinda um, schlenderten am Hafen entlang, erkundeten unsere morgige Abfahrtsstelle am Mahakam Fluss. Das Bild der mit Kohle gefüllten Schleppkähne war uns ständig präsent. Immer wieder tuckerten sie an uns vorbei, zum Bersten gefüllt mit dem schwarzem Gold. Es wird zu Ländern angeliefert, die von Umweltschutz noch nicht allzu viel halten, auch teilweise überhaupt nicht die Möglichkeit haben, den Brennstoff umweltfreundlich zu verstromen. Die Kohle geht nach China, Indien, Thailand, Philippinen und andere Länder. Auf der gegenüber liegenden Flussseite tauchte das monströse
"Islamic Center" auf. Eine gewaltige Moschee und Bildungseinrichtung auf einem 12 Hektar umfassenden Gelände. Am Abend, im Zentrum von Samarinda, leuchten und dröhnen weitere fulminante Moscheen ihre „unverstandene“ Botschaft in arabischer Sprache in die indonesischen Ohren.
 


Gerhard & Yuni - gewappnet fuer die Schiffsreise


Die "Akbar Amanda" (kapal biasa) ist unser
erstes Boot auf dem Mahakam River
 

Nächster Tag. Fünf Uhr morgens wirft mich Yuni aus den Federn, viel zu früh. Das Boot legt erst gegen 7.00 Uhr ab und pünktlich ist hier niemand. Wenn aber doch ?. Yuni drängt wie immer. Jetzt redet sie sogar von einem Taxi, um auf Nummer sicher zu gehen. Wir sind Rucksack Tramper, keine Edel Touristen, war mein Einwand. Wir nehmen das Bemo. Obwohl sehr früh, die Straßen noch menschenleer, lieferte uns ein "Angkutan" (städt.Bemo), problemlos, schnell und direkt, aber viel zu früh, an der Anlegestelle ab. Von wegen Taxi !!

Die "Akbar Amanda" eines dieser Boote, die sie hier "kapal biasa" nennen und die der Beförderung von Mensch und Material für das gesamte Hinterland dienen, wartete bereits auf Beladung. Diese Schiffe sind ca. 4 m breit und ca.16 bis 20 m lang, besitzen ein offenes, unteres Teil für Gepäck und Menschen, (die nur die Hälfte bezahlen) und ihren Bereich mit Matten und ihren Utensilien abgrenzen. Sippen mit Sack und Pack, Mopeds und Hühner, gestapelte Pakete und Körbe mit Früchten, eine alte Nähmaschine, alles stapelt sich hier. Ramsch und Krempel, der noch im Dschungel Verwendung findet.
Plärrende Babys in Laken gepackt, hängen an der Bootsdecke, werden rhythmisch in den Schlaf geschaukelt. Lautstark wird diskutiert und artikuliert, man tauscht Neuigkeiten aus. Alles raucht Kette, auch die Frauen. Fortwährend, obwohl sehr teuer. Der Rauch hängt überall. Wir inhalieren zwangsweise mit. Schlimm !
Im oberen Bereich kann mann sich etwas bequemer auf seinem 80 cm breiten Segment, das jedem zugeteilt wird auf einer Matratze ausstrecken. Dies ist sicher kein überspitzter oder zu dick aufgetragener Luxus, sondern mildert etwas die Beschwernisse der langen Fahrt und besänftigt den Druck auf den müden "Body". Wollte man die gesamte Strecke bis ans schiffbare Ende nach Long Bagun in einem Rutsch durchfahren, benötigte man immerhin 58 Stunden. Je nach Beladungs - und Entladungs - Intensität mehr oder weniger. Dies wollten wir uns nicht antun. Wie es gerade kommen sollte, planten wir auszusteigen, die Umgebung zu sondieren, in Dörfern übernachten, oder mit einer Ces (langes motorisiertes Kanu) Umwege durch die "wetlands", und durch den Tempaung - und Jempang See fahren, um letztendlich wieder zur alten Route zu gelangen
 


Unser Ruheplatz im Oberdeck


Muede Schlaefer im Unterdeck
 

Nachdem unsere Rücksäcke in einem Loch unter unserem Liegeplatz verstaut waren, kamen wir sogleich mit einer jungen Mutter ins Gespräch, die auf dem Weg zurück nach Melak, ihrem Heimatdorf war. Ihr Baby schlief ruhig im umgehängten "selendang" (Tuch). Vor drei Wochen war sie gezwungen, mit Ihrem kranken Säugling eine 25 stündige Schiffsreise nach Samarinda anzutreten, da das heimische "Puskesmas" (1.Hilfe Station) nicht helfen konnte. Die Lebererkrankung konnte im Hospital aber erst behandelt und mit der notwendigen Medizin versorgt werden, nachdem das Ergebnis der Blutuntersuchung nach langen 14 Tagen aus Jakarta zurückkam. Ernsthaft krank sollt man hier nicht werden ! Warum schimpfen wir immer auf das deutsche Gesundheitssystem ? Viel zu teuer, ja sicher. Aber man fühlt sich besser aufgehoben.
Langsam dümpelt die beladene "Akbar Amanda" stromaufwärts und legte nach 2 1/2 Stunden einen ersten Stopp ein. Tenggaron, eine Stadt von 80.000 Einwohner, war früher die mächtige Hauptstadt des Sultanats Kutai. Zusammenrücken hieß es jetzt, vor allem im unteren Bereich wurde es eng. Minenarbeiter und Materialien mussten noch mit. Planken wurden am Boden freigemacht, Pakete und Körbe hinabgereicht und in der Bilge verstaut. Massivere Exemplare wie Holzschränke, Verkaufstheken und Bündel von Dachblechen, arrangiert man mit lauten Kommandos und Stricken aufs Dach und schützt sie mit Planen.

Wir haben wieder Fahrt aufgenommen und ziehen immer noch an ansehnlichen Dörfern und Industrielandschaften vorbei, allerdings wird es mit jeder weiteren Stunde am Ufer grüner. Dichter Regenwald begrenzt jetzt immer mehr das Ufer des Mahakam. Während der Regenzeit wie jetzt, steht alles unter Wasser. Dörfer und Siedlungen am Fluss, auch die Straßen, sind auf Stelzen gebaut. Vor ihren Häusern - in die wir vom Wasser aus guten Einblick in das private Leben der Menschen haben - sind Holzplattformen im Fluss verankert. Frauen schruppen Wäsche, eine für sie nie endende Arbeit, Männer werkeln an Bootsmotoren, und für Kinder ist der Fluss ein Spielgrund Par Excellence. Das Wasserklosett als schiefes Holzhäuschen getarnt, macht seinem Namen alle Ehre. Geduldig nimmt der Mahakam jeden Mist und jede Kacke auf, auch den gesamten Müll der Umgebung. Schon seit Jahren ist er damit mehr als überfordert
 


"Kapal biasa" typische und relevanteTransportmittel
fuer Mensch und Material auf dem Fluss


Ein immer praesentes Bild am Mahakam River :
"Kohle Schlepper"ziehen zum Seehafen
Schiefe Buden fuer menschliche Beduerfnisse

 

Nach weiteren 6 Stunden erreichen wir Kota Bangun. Wir steigen aus und quartieren uns in das Losmen "Mujizat" ein. (160.000 Rp/ca 10 Euro/Jan.2014). Das Dorf besteht nur aus zwei Parallelstraßen entlang des Flusses. Eine davon wird gerade durch eine Parade von Bikes, alle getunt und farbgestylt, blockiert. Daneben steht eine improvisierte Bühne, und avisiert ein "kulturelles" Ereignis. Mehrere Honda Motorrad Klubs aus der näheren Umgebung versammeln sich heute hier. Für eine "schallende" Unterhaltung sorgen dröhnende Boxen und drei grell poppige Starlets, die auf dem Podest "up to Date" Songs "forte" intonieren. Sie rocken, schmettern und animieren zum Tanz.

Sehr bemerkenswert fand ich später den Abschluss ihres Treffens. Beeindruckend sangen die Rocker aus vollem Halse die Indonesische Nationalhymne. Eine solche Demonstration überraschte uns, machte uns neugierig. Ihren "Rocker Boss" den wir ansprachen, klärte uns auf: "Den Zusammenhalt und das Gefühl der Zusammengehörigkeit der 260 Millionen Menschen, der verschiedensten Rassen und Religionen, die in diesem Inselreich zusammen leben, wollen wir stärken !..Das ist uns wichtig". Dies waren seine Worte.

Die Hymne beginnt mit: Indonesia Raya – Merdeka Merdeka – Hiduplah – Indonesia Raya
 Erhabenes Indonesien – Freiheit Freiheit – lebe lang – das großes Indonesien

Von den 17.000 sind ca. 6000 Inseln bewohnt, von Sumatra bis Irian Jaya (Papua). Stelle ich Vergleiche mit Deutschland an, sind wir schon lange keine Nation mehr. Eher eine politisch gewollte und geförderte, brüchige Multikulti - Gesellschaft. Unsere National Kicker machen es sichtbar vor, sie schämen sich den Mund zu öffnen. Wir treiben uns an der Anlegestelle herum, treffen zufällig auf den freundlichen Pak Saidi. Wir erfahren von ihm, dass er eine Ces (motorisiertes Kanu) hat, um Leute von Ufer zu Ufer zu bringen. Ab und zu auch weiter weg. Da kommt sofort der Gedanke auf: Warum auf das Schiff warten ? Warum nicht gleich mit Pak Saidi zum nächsten vorgesehenen Ziel, nach Muara Muntai schippern ? Eine Stunde später sitzen wir mit unserem Gepäck in der schaukelnden Ces, Yuni mit ängstlichem etwas blassem Gesicht. Alles was schräg oder schief ist, wackelt oder schwankt ist für sie ein Horror. Nachdem das Boot Geschwindigkeit aufgenommen hat stabilisiert sich die Schaukelei etwas und die Umgebung zieht wie ein Film an uns vorbei. Kota Bangun liegt schnell hinter uns. Wir passieren einsam im Wasser stehende Häuser und Plattformen, alle auf Stelzen, wir gleiten vorbei am dichtgrünen Dschungelufer, scheuchen weiße Reiher auf, irritieren dösende Wasserbüffel und provozieren ein paar Affen (Makaken) im Geäst.
 


Foerderbaender fuellen den riesigen "Pott"
mit dem noch immer wichtigen Brennstoff


Man goennt sich ja sonst nichts !
Aufbauende landestypische Staerkung muss sein

Pak Saidi hat die Lage im Griff. Um Zeit und Kilometer zu sparen, steuert er unser Motorkanu in gerader Linie vorwärts, fährt also nicht die Kurven des gewundenen Mahakam aus, sondern kreuzt von einer Seite zur anderen Flussseite. Die Wellen des tief liegenden Bootes durchschneidet er routiniert, aber geringe Rüttler durch Wellengang zeichnen sofort Argwohn und Unsicherheit in Yuni's angespanntes Gesicht. Gott sei Dank ohne Folgen und "ueber Bord geworfene Erleichterungen".

Plötzlich verlässt er den Fluss, dreht überraschend nach links ab, und nimmt so eine abwechslungsreiche Abkürzung durch die Auen der "wetlands".
Eine total verändertes Szenarium tut sich auf. Die leichte Ces spritzt sich ihre Bahn durch einen schmalen Wasserweg mitten durch eine weite, überflutete Niederung, und überschwemmtes Flachland. Vögel und Reiher schrecken auf und entschwinden flatternd vor dem knatternd lärmenden Kanu. Spaeter treffen wir wieder auf den Mahakam und legen nach geraumer Zeit mitten im Dorf Muara Muntai an. Das ganze Dorf ist über dem Wasser gebaut, auch die Straßen, die jetzt während der Regenzeit über dem Fluss verlaufen. Bepackt mit unseren Rucksäcken treffen wir am Peningapan (Hotel) "Nita Wardana" ein. (100.000 Rp./ ca. 6.50 Euro/Jan.2014)

Am Eingang begrüßt uns ein bärtiger Alter etwas merkwürdig. "Ich bin der Besitzer und Moslem" so spricht er uns an, worauf ich erwidere: "Ich bin ihr Gast und Agnostiker" ! Sein Gesicht lies keine klare Interpretation zu, höchstens ein Gespür von wohlwollender Nachsicht. Oder doch Unverständnis ? Ich erhoffe es, denn eine solche Denkweise wird einem in Indonesien nicht zugestanden. Abends bummeln wir über einen Nachtmarkt der gerade stattfindet, kaufen einige "Dragon fruits" die auf Borneo gut zu gedeihen scheinen. Wir plaudern mit Edi dem Korbflechter. Er beschreibt uns seine Arbeit - (der schwierigste Teil ist der Boden) - und verrät uns seinen Verdienst. Den großen Rattan Korb kann ich für 35.000 Rupiah verkaufen. (ca.2.50 Euro) Wenn ich bis in die Nacht arbeite, schaffe ich 4 bis 5 Stück.
 


Flusslandschaft am Mahakam River


Muara Muntai - Hauptstrasse und Haeuser
ueber dem Wasser gebaut
 


Flusslandschaft am Mahakam River


Fische werden haltbar getrocknet
 

Fleißige Menschen am Fluss. Pioniergeist und Mut sind gefordert um in diesem Umfeld, unter diesen Bedingungen zu bestehen. Während der 20 Tage die wir unterwegs waren, bekamen wir in Ost-Kalimantan keinen Touristen zu Gesicht. (Bule) Verständlicherweise. Man braucht schon eine notwendige Portion Abenteuerlust, sowie die Bereitschaft, mangelnden oder überhaupt keinen Komfort in Kauf zu nehmen.

Fünf Uhr früh am morgen. Direkt neben unserem Bett muss sich heute Nacht ein Muezzin nieder gelassen haben. Jetzt ist es 5 Uhr morgens, noch dunkle Nacht, und aus allen vier Himmelsrichtungen krächzt und plärrt uns der Lärm einer Moschee in die Ohren, reißt uns aus dem Schlaf. "Allah Akbar" Rufe entfernter Gotteshäuser stimmen jetzt mit ein. Alles vermengt und verschleiert sich zu einem schauerlichen Dreiklang. In der Regel ist der "digitale" Vorbeter nachsichtig, schaltet das Gebetsritual automatisch nach fünfzehn Minuten ab. Gestattet so den Schlaftrunkenen noch etwas frühmorgendliche Ruhe, bevor dann die Hähne voll einsetzen. Nicht so an diesem Ort. Die nervige Tortur dröhnt noch lange Zeit weiter in unser Ohr. Fünf mal am Tag erinnert man den Gläubigen an seine Pflichten. Fünf mal wiederholt sich die Prozedur.

Ich bin Gast in diesem Land, habe diese Gepflogenheiten und Konventionen zu tolerieren. Wenn aber in Deutschland unsere Politik-Darsteller den Bürgern einreden wollen, "der Islam gehört zu Deutschland", dann spätestens hier ist Widerstand gefordert. Die immer groesser werdende Zahl von Salafisten belehren uns gerade, wie der Islam bei uns auszusehen hat. Noch nie gehörte der Islam zur deutschen Kultur.

"Der Islam ist nicht Teil unserer Tradition und Identität in Deutschland,
und gehört somit nicht zu Deutschland"
Volker Kauder (Politiker, mit seiner Meinung)

Wir wollen auf einem Umweg durch die "wetlands" nach Muara Pahu kommen. Also nicht direkt auf dem Sungai (Fluss) Mahakam. Wir finden Pak Eri, einen freundlichen, jungen Mann mit einer Ces der uns nicht nur durch die Seen nach Tanjungisuy schleusen soll, sondern anschließend gleich weiter durch die "wetlands" nach Muara Pahu. Hier treffen wir dann wieder auf den Mahakam. Der Preis ist rasch ausgehandelt. Wir zahlen für diese ausgedehnte Tour 700.000 Rp. (ca. 45 Euro/Jan.2014)

Am nächsten Morgen ziehen wir mit Pack und Sack zu seinem Kanu. Edi füllt den Tank noch aus Fässern an einer Proviant Station am Fluss; gleich darauf starten wir eine "spritzige Bootsfahrt", die wir als den interessantesten Teil unserer Reise festhalten können. Schnell verlassen wir den mächtigen Mahakam, gleiten durch ein Terrain, wo wir nicht mehr wissen, was ist Fluss, was ist See, was ist Hochwasser als Folge Regenzeit. Alles verschliert und verliert sich ineinander. Jetzt donnern wir auf dem Tempauung See entlang, die Stadt Jantur - über Wasser gebaut - taucht auf. Die silbernen Kuppeln der großen Moschee avisieren uns eine bedeutende Siedlung. Der Verkehr auf dem Wasser wird erheblich lebhafter. Der gesamte Friedhof - unmittelbar neben der Moschee - liegt während dieser Zeit unbegehbar unter Wasser.
"Die Toten müssen verankert werden, um nicht nach oben zu treiben", sagt man uns. Wir erfahren noch: Sterben Menschen während der Regenzeit, müssen wir sie weit weg in einer höher liegenden Region beerdigen.
 


Edi unser "Ces Fahrer"  fuellt den Reiseproviant auf


Dschungellandschaft am Sungai "Baroh"
 


Durch die "wetlands" und ueberschwemmte
Niederungen und Seen nach Tanjungisuy


Durch den Dschungelfluss "Baroh" nach Muara Pahu
 


Imposante Moschee in Jantur - ueber  Schlick und Schlamm
auf Stelzen gebauter Banjar in den "wetlands" 

Wir flitzen seit einiger Zeit wieder durch weite überflutete Graslandschaften und Niederungen, den "wetlands", wie man sie hier nennt, durchqueren endlich den flachen Jempang See, erahnen kaum das andere Ufer, bis wir letztendlich in Tangjungisuy anlegen können. Das erste Dayak Dorf. Nichts erinnert mehr an Traditionen, die Langhäuser sind leer, die Kleidung ist westlich, das Leben ist relaxed. Mitunter ist unser Blick auf die lang gezogenen Ohrläppchen älterer Frauen fixiert, heute aber ohne die schweren Ringe. Hier entsteht gerade mit viel Aufwand, ein neues Langhaus, - von der Regierung in Auftrag gegeben, - um die frühere Lebensweise der Dayak für Touristen darzustellen.

Wir sehen aber auch eine abgebrannte schwarze Fläche, auf der einmal eine christliche Kirche gestanden haben muss. Durch ein einfaches Holzkreuz mit Inschrift will man an sie erinnern. Wir trinken Kaffee vor einem Warung (Imbiss), sitzen zusammen bei einer Gruppe Männer, die sich den Tag vertrödeln. Ab und zu fischen und Hilfsarbeiten, kleinere Reparaturen für den Banjar (Dorf). Es gibt für sie hier nichts weiter zu tun, keine Arbeit, sagen sie. Ich teile Zigaretten aus, und wir plaudern.

Später komme ich doch noch auf die abgebrannte Kirche zu sprechen. Die einstimmig und konforme Erklärung wirkt wie abgesprochen: "Ein bedauerlicher Kurzschluss, ein defektes Kabel !" Ich belasse es dabei, aber meine Vermutung ist eine andere. Später wird sie bestätigt. Zu viele solcher Ruinen habe ich bereits gesehen, vor allem auf den Molukken , Sumatra und Sulawesi. Religion als Friedenstifter ? Eher eine der Ursachen des Unfriedens in der Welt !

Viele sterben für die Religion; andere wegen ihr.
Hans Ulrich Bänziger (* 1938, Schweizer Schriftsteller)

Mit hoher Drehzahl, gleitet unsere Ces wieder durch den See, bahnt sich alsbald ihren Weg durch Gras- und Schilf bewachsene Auen. Nun wird es schwierig für Pak Eri, zwischen hohem Schilfbewuchs und Buschwerk, den Zugang zum Sungai Baroh zu finden. Alles ist eine gigantische Wasserwüste. Erst nach einigen Fehlversuchen und Wendemanöver sind wir erfolgreich und bewegen uns langsam durch die engen Windungen des Flusses. Durch dichten Dschungel schlängelt er sich zu unserem nächsten Ziel Richtung Muara Pahu. Jetzt begegnen uns auch andere Boote die aber nicht sofort eingesehen werden können. Die Biegungen sind zu eng, umgestürzte Bäume, überwuchert vom Dschungel verhindern den vorausschauenden Blick nach vorne. Langsames, ganz vorsichtiges dahin tuckern ist notwendig geworden. So können wir auch alles aufnehmen was die Natur uns zeigen möchte. Ganz nahe vor uns schwingen sich Wasservögel und Reiher auf, Schmetterlinge umflattern uns, eine gewaltige schwarz-gelbe Schlange ruht eingerollt auf einem Ast, lässt sich nicht stören. Ein paar Macaque flüchten schreiend ins Dickicht, und Yuni entdeckt den ersten Nasenaffen (Bekantan) im hohen Gebüsch. Beide Arme hoch voraus werfend, fliegt diese skurrile Kreatur geschmeidig zum nächst greifbaren Gehölz, verschwindet im dichten Unterholz.

Am Ufer chinesische Fischnetze. Wir beobachten eine Reihe dieser Holzkonstruktionen entlang des Sungai Baroh, mit denen man mechanisch, genau ausbalanciert, Netze ins Wasser senken und heben kann. Eine uralte Methode des Fischfangs, besonders in China und Indien.

Später erreichen wir Muara Pahu, wo sich der Sungai Baroh und der mächtige Sungai Kedang mit dem Mahakam vereinigt. Wir sind überrascht, dass sämtliche Losmen durch Minenarbeiter bereits belegt sind. Bei einer allein stehenden Frau mit vielen Kindern "gesegnet"  kommen wir unter. Wir wohnen direkt am Wasser. Wir erleben einfachstes Nächtigen. Gewaschen wird sich im Fluss, das schwankende Plumpsklo steht direkt über dem Wasser, die Spülung erledigt sich automatisch. (60.000 Rp/3.75 Euro/Jan.14) Ich gönne mir eine mutige morgendliche Abkühlung und springe zu den Kindern. Sie toben schon seit dem frühem Morgen in der ordinären Brühe. Ich überlege: Genügen meine Abwehrkräfte um Pestilenz und Siechtum abzuwehren ? Yuni traut sich nicht, sie praktiziert Katzenwäsche.

In Maura Pahu soll es laut meinen Unterlagen eine Beobachtungs- und Auskunftstelle YK-RASI geben, zuständig für die überwachung und den Schutz der "pesut" (Flussdelfine) sowie ein "Mahakam Information Center" zur Delfin Beobachtung. Diese so heißt es, sind streng geschützt. Wir suchen ! Wir suchen vergebens. Nichts nachdem wir suchen ist noch vorhanden, am allerwenigsten die "pesut", die Delfine. Die toxischen Gifte der Minen, der gesamte Müll im Fluss, der Lärm und die Schiffsschrauben des viel befahrenen Flusses, haben diesen Spezies endgültig den Garaus gemacht. Was man ehemals beschützen und bewahren wollte, hat sich lautlos für immer verabschiedet. Ob sich die Menschheit dies leisten kann ?
 


Neugierige Nasenaffen (Bekantan) am
Sungai "Baroh" interessieren sich fuer uns.


Nasenaffen - skurrile und kuriose Kreaturen.
Hier im Dschungel am Baroh river.

 


Edi ein fleissiger Korbflechter arbeitet
in Muara Muntai schafft 5 Koerbe am Tag


Plauderei mit Einheimischen ueber Ihr
Leben und ihre Probleme In Tanjungisuy

 


Morgentliche Abkuehlung und Waschung im Fluss


Yuni praktiziert Katzenwaesche
am Mahakam in Muara Pahu

 

Nächste Nacht, gegen 23.00 Uhr bringt uns das "kapal biasa" dieses mal ist es die "Putra Mahakam Indah" Richtung norden. Wir wollen in Long Iram erneut einen Stop einlegen. Als ich aufwache und den Kapitän ausfrage, erfahre ich, dass wir dieses Nest bereits vor einer Stunde passiert haben. Wenn es so ist, wollen wir gleich bis zum Ende nach Long Bagun durchhalten.

Es vergeht wieder ein Tag und eine Nacht auf dem Boot. Im hinteren Bereich gibt es Getränke, zwei Frauen verkaufen etwas Fisch und Reis und natürlich 'Pop Mie', eine beliebte Instant Nudelsuppe im Pappbecher. Die vier Toiletten gleich daneben, sind an einfachster Effizienz kaum zu übertreffen. Das ganze "Geschäft" spielt sich über einem Loch im Holzboden ab. Ist man erleichtert, greift man zu einem Plastiktopf, seilt diesen mit einer Kordelschnur ab und schöpft aus den braunen Fluten. In schwankender Hockestellung, balanciert und fummelt man das notwendige Nass im torkelnden Topf zurück durch das Loch. Es erfolgt die in Asien übliche Reinigung des Körpers und notwendigerweise der Kabine. Asienkenner schaffen das, ohne sich neu einkleiden zu müssen.

Morgens gegen 02.30 Uhr stoppen wir in Melak. für uns ganz überraschend heißt es Endstation für dieses Boot. Wir sollen auf ein später eintreffendes Schiff warten, das uns weiter nach Long Bagun bringt. Eine gute Stunde vergeht, und wir hetzen im letzten Moment auf die neue Barke zu. In der zweiten Reihe liegend, war sie in der Dunkelheit nicht einzusehen.

Uns gegenüber kuscheln zwei Mädchen (6 , 7 Jahre alt). Eng aneinander geschmiegt schmusen sie mit ihren Eltern, tauschen Zärtlichkeiten aus und füttern sich gegenseitig mit Snacks. Zwischen all den einfachen Mitreisenden, meistens Minen- und Plantagenarbeiter, vermitteln sie sofort den Anschein einer gut situierten, glücklichen Familie.

Doch die beiden Kinder fallen sofort auf, lösen Erschrecken und gleichzeitig Mitleid aus. Sie sind fett, massig aufgedunsen, ihre Augen sind schwer als solche noch in ihren entfremdeten Gesichtern auszumachen. Es ist aber der herzliche und gefühlvolle Umgang der Eltern mit ihren Kindern, den ich wahrnehme, der mich beeindruckt. Das innige Gehabe der Familie zeugt ohne Frage von Liebe und Fürsorge zu ihrem Nachwuchs. Aber zu welchen Preis ? Wie werden die beiden Mädchen in ihrem späteren Leben zurecht kommen ? Ich sehe ein bedenkliches Symptom bereits implizierter Gebrechen, und ein böser Kontrast zu den ranken, tobenden und planschenden Kindern, die uns an jeder Anlegestelle lautstark empfangen. Schrecklich liebe, unaufgeklärte Eltern !

Gäbe es Naschen auf Rezept, wären viele nicht so fett.
Erhard Horst Bellermann , deutscher Bauingenieur, Dichter

Fünf Uhr morgens erreichen wir Long Bagun, unser Endziel. Die Berge die den breiten Fluss begrenzen sind noch in Wolken und Dunstschleier gehüllt. Trotz dieser frühen Stunde, sind bereits lautstarke Aktivitäten auf dem Wasser zu beobachten. Einige der Kapal Biasa ankern hier, andere verholen gerade oder bereiten sich zur Abfahrt nach Samarinda vor. Ces aller Größen flitzen stromauf- und abwärts, queren den Mahakam zum anderen Ufer. Long Bagun ist der wichtigste Umschlagsplatz für alles, um die Menschen am Ort, - 800 km von der Küste entfernt - zu versorgen. Der Weitertransport bis nach Longpahangai und Longapari am Oberlauf des Mahakam wird von hier aus organisiert. Der "upper Mahakam" selbst ist nur mit "Speedboots" zu befahren, und wie wir hörten, durch Stromschnellen und enge Passagen sehr gefährlich.

Zwei Tage in Long Bagun vergehen schnell. Im Losmen "Sabar Menanti" (Geduldiges Warten) (100.000 Rp./ 6.50 Euro/Jan.14) direkt an der Anlegestelle, lagern wir in einer quadratischen Box auf dem Boden. Waschen ist unten am Fluss vorgesehen. Wir treffen Pak Andik, einen freundlichen Hansdampf, der mit fröhlichem Lachen, und strahlend weißen Zähnen seine Hilfe anbietet. Ja, kein Problem! Und sofort kann er uns eine Ces akquirieren. Kurze Zeit später düsen wir den Fluss aufwärts, erkunden unsere Möglichkeiten. Wir wollen mehr sehen! Ja, es gibt einen Wasserfall. Wir steuern die tongkang (Ces) in einen kleinen Nebenfluss in den Dschungel, der aber bereits nach ein paar hundert Meter durch querliegende Baumstämme versperrt ist. Wir stampfen im Bach weiter, kürzen den Pfad ab und klettern weiter nach oben. Nur eine halbe Stunde noch, wird uns erklärt. Andik macht uns Mut, rät zum Durchhalten. Kämpfend dringen wir durch Gehölz und Dickicht vorwärts. Nach einer weiteren guten Stunde sind wir am Ziel. Eine rasante Rutschpartie über die glitschigen Wasserkaskaden endet spritzend im kühlen Naturpool.
 


Traditionelle Banjar Versammlungshalle
der Dayak in Long Bagun


Strasse in Long Bagun, dem absoluten Endpunkt
fuer die groesseren Schiffe "kapal biasa"

 


Wir naehern uns "Long Begun"
dem lezten Haltepunkt am Mahakam river


Die guten Zeiten der Goldsucher am Fluss sind vorueber. Nur noch wenige dieser Pioniere konnten wir entdecken
 


Erst den Fluss entlang, dann den Berg hoch.
Wir wollen zum Wasserfall


Kein Durchkommen mehr. Zum Wasserfall
muessen wir zu Fuss - bergauf

 


 



 


Mit der Liane in den Strom hangeln - loslassen - die Rutschpartie endet in erfrischendem Wasser !
 

Abends kocht eine Frau in einer Holzbude drei, vier Gerichte zum Aussuchen. Wir essen hier, plaudern mit der Frau und erfahren, dass sie 33 Jahre alt ist, und sieben Kinder hat. Das Jüngste schwingt gerade in einen Sarong eingepackt, - an einer Spiralfeder hängend - hoch und runter. Diese Dynamik scheint das Baby zu beruhigen, man hört keinen Laut, kein Geschrei. Mit ihrem Mann zusammen, der auch noch zwei Kinder mitbrachte, möchte sie die Aufbruchstimmung als Neuanfang, als Pionierarbeit in Kalimantan für sich nutzen. Beiläufig sagt sie dann: "Aber mein Mann ist bereits alt, ..... er ist schon vierzig !"

Ich stutze, überdenke kurz mein Leben und meine Jahre, bekomme für Sekunden ein flaues Gefühl. Doch dann schippe ich bedenkenlos die doppelte Menge "kangkung" (Wasser Spinat) auf meinen Löffel und denke,- mich zuversichtlich aufbauend,- an den couragierten "Popeye the sailor!"

Wir stehen an der Anlegestelle und erfragen uns die Abfahrtszeit des Bootes, denn morgen wollen wir die Rückreise nach Samarinda anzutreten. Wir erfahren vom herumstehenden, gelangweilten Auditorium, aber auch vom "qualifizierten" Schiffspersonal eine mehrdeutige, schwammige Zeitspanne zum Aussuchen. Zwischen 9 Uhr, 8 Uhr und 7 Uhr, frühestens um 7 Uhr war die konfuse Meinung, die wir für uns nun deuten konnten.

Wir wollten sicher gehen. Abmarsch bereit warten wir kurz nach 6 Uhr am Steg, und wir wissen jetzt, dass die "Putra Mahakam Indah 2" bereits vor einer Stunde ausgelaufen ist. Eine blitzschnelle Entscheidung ist notwendig geworden. Mit einer spritzigen Ces wollen wir das Schiff einholen, um nicht einen weiteren Tag zu verlieren. Sofort erkannte Pak Alit ein profitables Geschäft und startet den Motor. Nach geraumer Zeit nähern wir uns dem hinterhältigen "Frühstarter", legen seitlich bei und kletterten an Bord. Unser Ces Pilot hatte doppeltes Glück, konnte er doch eine volle Ladung leerer Gasflaschen für die Rückfahrt übernehmen

Abends gegen 20.00 Uhr kommen wir in Melak an. Wir quartieren uns in ein neues sogenanntes "Hotel Flamboyant" ein. Im Innern erleben wir das Zimmer als alten, miesen Schuppen.(150.000 Rp./ 9.30 Euro/Jan.14). Aber es gibt "free Wifi", endlich eine Möglichkeit unsere Mails zu sondieren. Der Ort selbst fungiert als Nachschubbasis für Materialien aller Art die man im Hinterland benötigt. Er ist auch bekannt, durch schwarzen Orchideen die in der Region zu finden sind. Morgen soll uns der Fluss wieder Richtung Samarinda aufnehmen.
Seit zwei Stunden tuckern wir bereits auf dem Mahakam. Wir sehen plötzlich an einer Schneise, es ist eine Anlegestelle für den Holzabtransport, eine Gruppe Indonesier heftig winken. Sie wollen mit auf das Boot. 40 Personen, Männer, Frauen, Kinder, darunter auch Babys, drängen wenig später, so erscheint es uns, mit ihrem gesamten

Hausrat auf das Schiff. Wir sind neugierig geworden. Nachdem sie sich auf dem unteren Deck verteilt und eingerichtet hatten, erfuhren wir Ihre "Story". Die Javaner hatten einen Jahres- Arbeits- Kontrakt auf einer Plantage vereinbart, sind dann mit ihren Familien, mit Sack und Pack nach Kalimantan aufgebrochen. Der Verdienst lag pro Mann und Tag bei 48.000 Rupiah. (3.00 Euro/Jan.14) Frauen noch weniger. Bald mussten sie feststellen, dass die hohen Preise für Nahrung und Zigaretten in diesem entlegenen Hinterland, mitten im Dschungel, ihre Berechnung für ein Leben, über den Haufen warf. (1 Pack Zigaretten/15 Stück/20.000 Rupiah) Die Palmöl Plantage musste zuvor eingerichtet werden, dass heißt schwerste Arbeiten durch Rodungen. Weit schwieriger als die Arbeit in einer bereits bestehenden, gewachsenen Plantage. So beschloss die Gruppe, nach 3 Monaten die Arbeit zu beenden, um nach Samarinda aufzubrechen. Hier hofft man einen neuen, besseren Kontrakt zu finden. Wir wünschen Glück und denken: Das ist Ausbeutung !

Die modernen Ausbeutungs-Praktiken der globalisierten Finanzwelt
sind nichts anderes als kapitalistischer Kannibalismus.

Willy Meurer (*1934) Publizist,

Zwei Tage später treffen wir wieder in Samarinda ein. Ein Bummel durch die City endet für Yuni mit dem Kauf einer 1,3 kg schweren Schwarte ! Gediegenes Hardcover !! Sie möchte ab und zu etwas lesen. Grund genug zum Kauf der zur Zeit sehr populären Novelle von J.K.Rowling,
"The casual vacancy" ! Nur schade, als sich herausstellt, das voluminöse Werk lässt sich nicht mehr in den Rücksack zwängen. Ab diesem Tag, wandelt Yuni, die Lektüre wie ein Schutzschild gegen Unwissenheit vor sich hertragend, als trampende pseudo "Intellektuelle" durch Borneo. Nochmals verbringen wir zwei Nächte im "Cozy Losmen" und bereiten Flug und Reise auf die 500 km entfernte Insel Tarakan im Norden, nahe der Malayischen Grenze vor.
 


Der Mahakam hat sich hier durch Felsen gegraben.


Flusslandschaft und Morgenstimmung  bei Long Bagun
 


Bootsfuehrer einer "kapal biasa"


Fahrbare Naeherei und Reparaturdienst
Es mangelt nicht an Arbeit

 


Hier rentiert sich noch jede Reparatur
um die Latschen wieder nutzbar zu machen


Moschee in der City von Samarinda
 

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