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 FLORES - KALIMUTU 

            

Endlich Mitte Juli 2005 war es soweit. Meine mit Spannung erwartete und seit langem geplante Motorradtour durch Flores zum Kelimutu und von Maumere in Zentralflores aus nach Larantuka am Ostende der Insel konnte beginnen.
Nach nochmaliger Rückkehr zu meinem Haus Villa Orchid Bali in Ubud (Bali, Indonesien) wegen 1-tägiger Verzögerung des Abfluges, - was allerdings nicht ungewöhnlich bei Merparti ist - konnte ich endlich die zweimotorige Propellermaschine besteigen. Nachdem sich das Ohr nach dem Start langsam an die Motorgeräusche gewöhnt hatte, kam ich sehr schnell mit meinem Nachbar ins Gespräch, der nach 2-jährigem Aufenthalt und Arbeit in Yogyakarta wieder in sein Heimatdorf auf Flores zurückkehrte. Während unseres Gespräches überreichte er mir irgendwann seine Visitenkarte und ich las nicht ohne Interesse "Palm Homestay" in Woloara a good base for the three color lakes "Kelimutu", eines der interessantesten Naturwunder in Flores überhaupt. Das war ohnehin eines meiner fest eingeplanten Ziele, und ich dachte für mich, vielleicht werden wir uns dort wiedersehen
 


Flores: Reisterrassen bei Moni



Motorradtour nach Kelimutu


Meine erste Anlaufstelle aber war der "Sea World Club" in Waiara nur 14 km üstlich von Maumere gelegen. Eine schüne Anlage mit vielen Bungalows verschiedener Standards an einer ruhigen Bucht mit Blick auf die Insel "Pulau Besar" und Ausgangspunkt vieler Entdeckungsreisen innerhalb Flores. Hier erstand ich auch meine 125ccm leichte Yahama die mich künftig begleitete.

Pater Bollen, das wusste ich bereits, war gerade aus gesundheitlichen Gründen in Jakarta, aber ich traf alte Bekannte Gisela und Richard, die vorübergehend den Club leiteten. Der "Sea World Club" ist eine soziale Einrichtung, gegründet von Pater Bollen (Steyler Mission) der seit über 40 Jahren in Indonesien aber vornehmlich auf Flores wirkt. Ein Mann der Tat den man überall kennt und schätzt.

Von meinem Bungalow aus überblickte ich den sauberen Strand und die weite Bucht. Draussen noch in Sichtweite schaukelten einige Boote mit Ihrer Mannschaft, die heute einmal keine Taucher- und Schnochelgruppen zu den umliegenden kleineren Insel zu schippern hatten. Die Unterwasserwelt scheint sich langsam von den Zerstörungen durch das Erdbeben 1992 zu erholen, sodass man wieder eine ansehnliche Zahl von Fischarten, darunter Mantas, Delphine und Schildkröten sichten kann. Auch neue Korallen wachsen wieder nach.

Einige Tage sollte man schon hier verbringen; nicht nur zum "relaxen und dösen" sondern es bieten sich eine Menge Aktivitäten an, die sich leicht von Maumere aus bestreiten lassen. Wer nicht taucht kann schnorcheln, fischen, Bootsfahrten unternehmen, den Vulkan "Egon" besteigen, heisse Quellen besuchen und sich ausgiebig darin aalen oder einfach beim weben von Ikat oder beim Herstellen von Arak zuschauen. Auch der Besuch eines kleinen überquellenden Museums, das einer katholischen Priesterakademie in Ledalero angeschlossen ist, ergibt ein besseres Verständnis für die Entwicklung von Flores und ist ein Besuch wert.
 


Flores Festessen: Hängebauchschwein



Flores, Kelimutu Seen 2 und 3


Fahrt zum "Kelimutu"

Heute morgen ist mein Motorrad startklar, vollgetankt und der Rucksack bereits fest am Tank verzurrt. Die Fahrt nach Moni kann beginnen. Der berühmte "Kelimutu", drei Vulkankrater mit ihren Seen, deren verschiedene Farben sich von Zeit zu Zeit geheimnisvoll verändern, ist mein Ziel. Eine der Erklärungen ist, dass diese rätselhaften Erscheinungen durch sich auflösende Mineralien hervorgerufen werden.

Problemlos erreichte ich innerhalb eines Tages Moni, ca. 850m hoch gelegen und fand bald auch das abgelegene Woloara und das "Palm Homestay" von Robert meiner Reisebekanntschaft vom Flug nach Maumere. In einen seiner zwei einfachen Bungalows zog ich ein, nachdem er mich seiner Familie vorgestellt hatte. Ein Festessen war für heute Abend angesagt, denn seine Rückkehr in die Dorfgemeinschaft musste ordentlich gefeiert werden.

Da war auch die Idee sicher nicht verkehrt, das neue Motorrad mit dem Blut des gerade für die Festlichkeit geschlachteten Hängebauchschweines, mit einem animistischem Ritual zu weihen um damit das Gefährt gegen die Gefahren des Strassenverkehrs zu immunisieren. Obwohl sich der Bevölkerung zum katholischen Glauben bekennen sind die uralten Glaubensvorstellungen noch tief verwurzelt und sehr lebendig.

 


Kelimutu / heisse Quellen


Die Wiedersehensfeier zog sich dann bis zum Morgen hin. Und je später es wurde, um so enger wurde es in der Hütte, denn Robert hatte viele Nachbarn und viele Freunde und jeder wollte die Neuigkeiten aus Java aus erster Hand erfahren. Die Frauen hielten sich im Hintergrund, sorgten für das Essen und waren mit dem Nachschub der Getränke voll beschäftigt.

Jetzt erst spürte ich wie kalt es geworden war. Ein Pullover war zu wenig den ich gerade noch im Rucksack unterbrachte. Die kurze Nacht verbrachte ich mit vollen "Klamotten" im Bett, die knappe Decke über den Kopf gezogen aber dennoch vor Kälte bibbernd.

Spät erst brach ich auf, normalerweise zu spät für eine optimale Sicht ganz oben in 1.634 Meter Höhe. Heranziehende Wolken lassen oft die intensiven Farben der Seen verblassen oder verhindern die Sicht ganz und gar.

Aber ich hatte grosses Glück. Es war ein Genuss mit der Maschine die steile Strasse von Moni bis zum Parkplatz unterhalb des Vulkans bei herrlichem Wetter hochzupreschen um dann den Aufstieg per Fuss fortzusetzen. Das Bilderbuchwetter machte den Aufstieg und den Ausblick zu einem Erlebnis.

Jetzt stand ich am Rande des ersten Kraters und schaute in die Tiefe. Ganz unten zwischen den steil abfallenden Kraterwänden eingezwäng, blickte ich auf einen braunen See. Als hätte man diesen Trichter halb mit Milchkaffee gefüllt, .... war mein erster Gedanke.

Endlich ganz am Gipfel angekommen war urplötzlich der Blick auf den zweiten See frei geworden, der in einem intensiven türkis-grün zurückstrahlte.Der dritte Vulkansee der etwas abseits lag war in ein unheimliches tiefes schwarz getaucht.
 

 


Flores: Ikat Verkauf


Vom kleinen Aussichts- und Rastplatz aus, sah man weit unten in einem breiten Tal Moni zwischen Reisfelder eingebettet liegen. Stunden später erreichte ich diesen Ort wieder um mit Robert, der sich als Reiseführer anbot auf Entdeckungsreise zu gehen.

In heissen Quellen, überall versteckt in der üppig grünen Landschaft liess sich herrlich entspannen und den Staub der Strasse los werden. Von Woloara aus führte eine schmale Nebenstrasse nach Jopu und weiter nach Wolojita.

Ein interessanter Weg für eine steinige Fahrt mit dem Krad, mitten durch urige Adat Dörfer die grösstenteils von der Ikat Weberei lebten. Lebhaft wurden wir überall begrüsst, kichernde Frauen und Mädchen unterbrachen Ihre Arbeit an den Webstühlen, führten uns Ihre Stoffe und Muster vor; ...... bis bald das zeitraubende Feilschen begann.

Am vierten Tag in Moni und bei Robert war die Rückfart nach Maumere wieder angesagt. Nach kurzem Abschied und Dank für die Gastfreunschaft schlängelte ich mich auf dem engen Pfad aus dem Dorf, umsäumt von kreischenden und winkenden, dem Motorrad hinterher rennenden Kindern.
 

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